Menznauer Jäger 

(Alte Sorten)


Syn. Rambour d'hiver
Winterrambour
Teuringer
Rheinischer Winterrambour
Teuringer Winterrambour
Roter Bellefleur
Schärli's Wildling
Rubiner
Chasseur de Menznau
Grosser Rheinischer Winterrambur
Gestreifter Winterrambur
Haslinger Jägerapfel
Jestetter Rambur
Lothringer Winterrambur
Malmedyer
Menzenauer Jägerapfel
Roter Rheinischer Winterrambur
Roter Winterrambur
Schönster vom Neckartal
Teuringer Rambur (Württemberg)
Teuringer Winterrambur
Winterkalvill
Winterrambur
Alte weitverbreitete Population, 1654 in Deutschland festgestellt.
Baumeigenschaften: Kräftiger Wuchs. Grosse, breite, dachartige Krone. Setzt frühzeitig kurzes Fruchtholz an. Die Früchte fallen gerne vorzeitig ab. Ungeeignet für rauhe, hohe Lagen. Schwefelkalkbrühe-empfindlich. Blüht mittelspät. Pollen schlecht.
Grösse: gross, 70 bis 90 mm breit, 60 bis 70 mm hoch (Aargauer Jäger höher gebaut).
Gestalt: breitkugelig, auffallend unregelmässig geformt, breitwulstig, stielbauchig, gegen den Kelch in breiten Flächen abnehmend. Linke und rechte Fruchthälfte selten von gleicher Grösse und gleicher Form.
Stielgrube: mässig weit bis weit, tief, unregelmässig wulstig mit zusammenhängender, brauner, schuppiger Berostung. Der Stiel ist kurz, bis 1,5 cm lang, nicht überragend, braun, häufig fleischig verdickt.
Kelchgrube: eng, mässig tief, grobrippig und feinrippig. Der Kelch ist gross, halboffen. Die getrennt stehenden Kelchblätter sind an der Basis breit, grün und wollig. Die Zipfel sind mittellang, braun, zurückgerollt und häufig abgebrochen.
Haut, Färbung: ziemlich glatt, nur schwach fettig, mattglänzend, aromatisch. Die Grundfarbe ist grün und wird gelbgrün, die Deckfarbe rot bis braunrot verwaschen und marmoriert mit blauroter, dunkler Streifung, 1/2 bis 3/4. Die Punkte sind zahlreich, klein, hell, scharf umgrenzt und in der Grundfarbe hellgrün umhöft.
Kelchröhre: breit, trichterförmig, bisweilen durchgehend, gelbbraun. Die Staubfäden sind an der Uebergangsstelle angewachsen.
Kernhaus: klein, in der Mitte, herz- oder zwiebelförmig. Die Achse ist lanzettförmig hohl oder auch lochartig offen. Die Fächer sind kelchwärts breit gerundet, flach wenig pilzig.
Samen: dunkelbraun, dunkel umrandet, mittelgross, lang-eiförmig, meist taub.
Fleisch, Geschmack: grünlichweiss bis gelblich, fest, ziemlich grob, süsslich, säurearm und schwach gewürzt.
Verhalten auf dem Lager: Pflückzeit: M 10. Essreife: Dezember bis Ende Januar. Wird häufig zu spät, erst nach teilweisem oder gar gänzlichem Abbau der Geschmacksstoffe, ausgelagert. Bei tiefen Lagertemperaturen sind unangenehme Ueberraschungen (Fleischbräune) häufig vorkommend. Hautbräuneanfällig.
Qualität: Tafel-, aber namentlich auch guter Kochapfel. Transportfähig. Qualitativ nicht sehr hervorragend als Tafelapfel.

Bild und Text: Fructus - Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten - http://www.fructus.ch

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