Weisser Maicher 

(Alte Sorten)


Syn. Maicher Maicher
Mäucher
Angler
Bräutiger
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der 'Weisse Maicher' im südlichen Elsass, in Südbaden, dem angrenzenden Schwarzwald und in der nahen Schweiz verbreitet. Er galt schon damals als seit der Vorzeit bekannte und beliebte Obstsorte.
Die Früchte wurden als "Gumbistäpfel" benutzt, also im Spätherbst mit Sauerkraut unten in die Standen gelegt und im Frühjahr als erfrischende Zwischenmahlzeit verzehrt. Sie waren dann weich und fast flüssig.
Verwertungzeit: November bis Mai/Juni
Verwendung: Wirtschaftsapfel, vorwiegend zum Mosten und Dörren, Tafelapfel zweiter Güte
Frucht: rundlich bis flachoval, Stiel kurz und fleischig dick, Stielgrube berostet, Schale gelbgrün, sonnenseits flächig orange gerötet mit hell umhörten Lentizellen, Fleisch auffallend fest
Baum: erreicht ein sehr hohes Alter, kommt aber auch erst spät in den Ertrag; Krone flachrund, dicht und mit deutlich hängendem Wuchs
Besondere Merkmale: spätblühend, trägt auch noch an Nordhängen.

Bild: Pomologische Monatshefte (1872), Markus Zehnder, Bahngen, Obst und Garten 4/2001

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