| Syn. |
Ontarioapfel |
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| Um 1820 aus den Nachkommen der Kreuzung 'Northern Spy (Späher des Nordens)' mit 'Wagener(apfel)''' von Chr. Arnold in Paris (Ontario, Kanada) selektiert und angeblich von der Baumschule Gebr. Transon in Orleans (Frankreich) vom Jahre 1882 ab in Europa verbreitet. |
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| Pflückreife: Mitte bis Ende Oktober. |
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| Genussreife: Aus dem Naturlager von Januar bis Mai. |
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| Polleneigenschaften: Gut (diploid). |
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| Standortansprüche: Gutes Gedeihen von Holz, Blatt und Frucht zeigt diese Sorte in warmen bis mässig warmen Lagen und auf mässig frischen bis frischen, tiefgründigen Böden mit günstigem Lufthaushalt. Auf wärmeren und zugleich etwas trockenen Standorten nimmt die Anfälligkeit für Mehltau zu, während in Höhenlagen die Fruchtqualität oft nicht befriedigt. Bekannt ist die Frosthärte der Blüten, aber auch die grosse Empfindlichkeit des Holzes gegenüber Winterfrost. Auf Hochflächen soll dabei strenger Frost nach winterlichen Warmperioden weniger zu Ausfällen oder zu Teilschäden im Holz führen als im Tiefland. Die Früchte sind weitgehend windfest. |
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| Baum: Der aufrechte Wuchs ist anfänglich mittelstark, schwächt sich aber mit dem Einsetzen der Erträge ab, so dass die hochovalen Kronen schliesslich eine höchstens mittlere Grösse erreichen. Die Bäume müssen ständig im Schnitt gehalten werden, da die Verzweigungstendenz schwach und die Gefahr des Verkahlens der unteren Astbereiche gross ist. Durch diese Schnitteingriffe wird die Blühwilligkeit aber wenig beeinträchtigt. Vorherrschend sind kurze Fruchthölzer; in der Regel fruchten die Kurztriebe ( > 5 20 cm) endständig, daneben aber auch die 1jährigen Langtriebe an ihren achselständigen Knospen. Um der Frostempfindlichkeit des Holzes zu begegnen, ist die Verwendung von frostharten Stammbildnern (z. B. `Hibernal') anzuraten. Anfällig für Schorf, Mehltau und Blutlaus. |
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| Fruchtgrösse und Form: Gross; flach und breit, grössere Früchte gleichmässiger als kleine, unterschiedlich kräftig vom Kelch bis zur Stielgrube gerippt oder kantig. |
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| Farbe und Beschaffenheit der Schale: : Grün bis grünlichgelb, 1/3 bis 2/3 geflammt bis flächig bräunlichrot bis freundlich orangerot, meist bläulich beduftet; glatt, wachsig, Berostungen auf der Schale fehlen, Lentizellen nur auf Deckfarbe als feine Roststernchen; oft vom Fleisch sich abhebend. |
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| Kelch: Mittelgross, geschlossen, tief, lange und schmale Zipfel. |
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| Kelchgrube: Mitteltief, eng, Rand ausladend und regelmässig grobhöckerig. |
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| Stiel: Mittellang, dünn. |
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| Kernhaus: Mittelgross; gleichmässig, zwiebelförmig, geräumige Achsenhöhle, kurze Mittelachse, Samenfächer breit und offen; Samen unregelmässig verteilt. |
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| Fruchtfleisch: Grünlichweiss bis cremefarben; sehr saftig, locker, feinzellig, kurz abbrechend; relativ reich an Vitamin C. |
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| Geschmack: Feinsäuerlich fruchtig, wenig Aroma; grüne Früchte eher wässrig-sauer. |
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| Anbau und Markt: Die Fruchtbarkeit beginnt früh, ist danach reichlich und auch ziemlich regelmässig. Dennoch ist die langjährige Ertragsleistung nicht höher als durchschnittlich zu beurteilen. Für den Selbstversorger haben die sehr gute Haltbarkeit (kein Welken der Schale!) und der relativ hohe Vitamin C Gehalt der Früchte besonderen Wert. Die druckempfindliche Schale verlangt allerdings Sorgfalt beim Pflücken und bei der nachfolgenden Behandlung. Von Nachteil ist die Anfälligkeit für Schalenbräune, und bei Kühllagerung (< 4°C) die Gefahr des Auftretens von Kältefleischbräune. Die Verwertbarkeit der Früchte ist vielseitig (Tafel , Koch und Backapfel). |
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| Typen: Von 'Ontario' sind keine Typen bekannt. |
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