Egnacher Mostbirne 


Syn. Berglibirne
Zufallssämling, 1971 in der Mostobstanlage der Obstverwertungsgenossenschaft Egnach, Schweiz, gefunden.
Fruchtgrösse: Mittel bis gross, unterschiedlich. 55-70 mm breit, 65-80 mm hoch.
Gestalt: Birnen- bis kreiselförmig, kelchseits abgeflacht, mittelbauchig, oft asymmetrisch. Kelchseite unregelmässig gerippt. Ohne Stielgrube. Stiel manchmal durch Fleischwulst abgedrängt. Kelchgrube flach, mittelweit, perlig. Kelch halboffen bis offen.
Haut: Glatt, weissgrün, hellt bei Vollreife gelb auf. Grün umhöfte, in der Deckfarbe rot umhöfte Lentizellen, zahlreich, sehr klein. Oberfläche höckerig.
Stiel: Sehr lang, mitteldick, gebogen, gegen Frucht vereinzelt fleischige Verdickung, holzig.
Kernhaus: Mittelgross, breitspindelförmig, kelchwärts. Achse hohl. Fächer mittelgross. Gutentwickelte, dickbauchige Samen.
Fleisch: Gelblichweiss, grobkörnig, fest. Mittlerer Zuckergehalt. Viel Gerbstoffe.
Ernte und Verarbeitung: Ende September bis Anfang Oktober, zwischen Gelbmöstler und Wasserbirne.
Wuchs: Mittelstark bis stark, bildet langes, hängendes Fruchtholz. Blatt mittelgross.
Krankheiten: Robust, wenig Anfälligkeiten.
Blüte und Befruchtung: Blüht spät, diploid, Pollen gut. Befruchter sind Conference und Kaiser Alexander. Neigt zu Parthenokarpie. Guter Befruchter für Gelbmöstler und Wasserbirne.
Produktionseigenschaften: Ertragseintritt früh, regelmässige, gute Erträge. Wird hauptsächlich auf Sämlingsunterlage in Anlagen oder als Hochstamm erzogen. Auch mit Quittenunterlage verträglich. Für Hochstämme Stammbildner verwenden. Bildet wegen des frühen Ertragseintritts nur mässig grosse Kronen.
Verwendung: Wertvolle und produktive Mostbirne mit guter Pressbarkeit.

Bild und Text: "Obstsorten". Landwirtschaftliche Lehrmittelzentrale, Zollikhofen.
Lagerbedingungen: Angaben von Dr. Höhn und Franz Gasser, Eidg. Forschungsanstalt Wädenswil, ohne jede Gewähr für Richtigkeit und Haftung.

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